Hallo!
Ich bin Funda und Mutter von zwei wunderbaren Jungen (8 und 5).

Nachdem ich einige Jahre in einer Montessori Schule gearbeitet hatte, kümmerte ich mich seit der Geburt meiner Kinder mit Leib und Seele zuhause um deren Erziehung.

Bedürfnisorientiertes Erziehen, ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe, Selbstbestimmung, Bindung und Vertrauen sind für mich unabdingbare Werte.

Wie könnte ich da einfach meine beiden Söhne, die uns Eltern bedingungslos lieben und darauf vertrauen, dass wir sie beschützen, beschneiden lassen?

Als ich auf einen beschneidungskritischen Artikel stieß, fing ich an mich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Bis dahin war es für mich selbstverständlich, dass türkische Jungen beschnitten werden, ich hatte das Thema nie hinterfragt.

Ich informierte mich eingehend über die Geschichte der Beschneidung, ihre Bedeutung in den Religionen, las Bücher und hörte Vorträge von Ärzten und Wissenschaftlern, nahm teil am Welttag der genitalen Selbstbestimmung in Köln.
 
Ich beschäftigte mich mit den medizinischen Hintergründen, den möglichen Risiken und Folgen trotz steriler Bedingungen im Krankenhaus und mit der Diagnose Phimose.

Ich sprach mit Betroffenen und stellte erstaunt fest, dass der Eingriff alles andere als harmlos ist, dass es etliche Männer gibt, die unter ihrer Beschneidung körperlich, psychisch und sexuell leiden, und sich wünschten, sie hätten selber über ihren Körper entscheiden können.

Jetzt möchte ich Eltern von Jungen, die – aus welchen Gründen auch immer – beschnitten werden sollen darin unterstützen, gute, fundierte Informationen zu dem Thema Beschneidung zu erhalten, um eine gute Entscheidung für ihren Sohn treffen zu können.

Ich möchte

  • Eltern darin bestärken, die Unversehrtheit ihrer Söhne zu bewahren.


  • darüber aufklären, dass viele Argumente, die scheinbar für die Beschneidung sprechen, schlichtweg falsch sind.


  • Eltern beraten, die sich von ihrer Familie unter Druck gesetzt fühlen.


  • beruhigen, dass viele Ängste zum Beispiel moslemischer Eltern unbegründet sind.


  • an unsere Intuition als Eltern appellieren.


  • aufklären über die Risiken und über körperliche, psychische und sexuelle Folgen.


  • aufzeigen, dass eine Vorhautverengung bis ins Pubertätsalter völlig normal ist, aber Ärzte leider schnell die falsche Diagnose Phimose stellen und die radikale Beschneidung empfehlen.


  • informieren über alternative, schonendere Behandlungsmöglichkeiten bei einer echten Phimose.


  • Eltern dazu anhalten, sich erst eingehend zu informieren, bevor sie in den Eingriff zustimmen, der eben nicht harmlos ist und nicht revidierbar.

 

Lass Deinen Sohn selber über seinen Körper entscheiden! 


Niemand nimmt Schaden daran, wenn du so lange wartest, bis Dein Kind ein Alter erreicht hat, in dem er einsichts- und einwilligungsfähig ist.

Sein Körper — seine Entscheidung!

Dein Sohn vertraut Dir und möchte von Dir beschützt werden. Die Beschneidung der Genitalien kann einen Vertrauensbruch zur Folge haben kann, der ein Leben lang anhalten kann. Viele Eltern bereuen später ihre vorschnelle Entscheidung.

Missbrauch sein Vetrauen nicht, beschütze Dein Kind und lass dessen Körper unversehrt!
 
 


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